Medizinische Versorgung und Hygiene

Die medizinische Versorgung in Togo ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch und/oder hygienisch hoch problematisch. Es mangelt an allem, von Verbandsmaterial über Spritzen, Infusionen, Medikamenten und Diagnoseapparaten. In ländlichen Gegenden fehlen außerdem vor allem geeignete Räumlichkeiten und Fachpersonal. 

Problematisch ist auch der Umgang der Togoer mit Krankheiten. Viele glauben, dass man mit Hilfe eines Medizinmannes oder traditionellen Heilmethoden jede Krankheit heilen kann. Viele Patienten kommen daher erst (zu) spät oder gar nicht in die Hände eines ausgebildeten Krankenpflegers/Arztes. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für viele Schwangere dar. Ihre Familien lassen in den Wehen liegenden Frauen erst sehr spät in ein Krankenhaus bringen – zumeist erst nach stundenlangen Qualen und dann auch noch auf einem Moped! Nicht selten überleben Mutter und/oder Kind diese Tortur nicht. Offiziellen Statistiken zufolge versterben drei Frauen von 100, die Dunkelziffer ist gewiss um einiges höher. Die Medikamenteneinnahme wird von den Togoern fahrlässig praktiziert, nach dem Motto: Viel hilft viel! Durch oftmals reine Symptombehandlung bleiben Krankheiten unbehandelt und verschlimmern sich.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Vereins HILFE FÜR TOGO liegt im Bereich Gesundheit in ländlichen, teilweise sehr schwer zugänglichen Regionen in Togo. Hier ist es auch um die medizinische Versorgung der Bevölkerung meist am schlechtesten bestellt.

Der Verein Hilfe für Togo unterstützt den Bau und die Ausrüstung von kleinen Krankenstationen, welche für die Notfallversorgung (Geburtshilfe, Malariabehandlung, Verletzungen) der Einwohner enorme Wichtigkeit besitzen. Teilweise wird auch das medizinische Personal mitfinanziert.

- Bau der Krankenstation in Babahoe (2007)

- Bau von zwei Isolierstationen im Solidarité, Kpalimé (2008)

- Bau der Krankenstation in Akplolo (2009)

- Bau der Krankenstation in Bawé (2009) 

- Kernsanierung der Krankenstation in Elavanyo (2012)

- Bau der Krankenstation in Gabadjin-Kondji (2013)

- Bau der Krankenstation in Agbetiko-Mono (im Bau, Stand: Mai 2017)

 

                                                       

Darüber hinaus werden zahlreiche Krankenhäuser mit Krankenbetten, Röntgenanlagen, Zahnstationen und anderen gespendeten medizinischen Geräten sowie Fahrzeugen ausgerüstet.

- Installation der Röntgenstation Kpalimé (1998)

- Installation von zwei Zahnstationen Kpalimé (1998)

- Krankenwagen für Lomé (2003)

- Krankenwagen für Kpalimé (2003 und 2016)

- AIDS-Kampagne mit DED in Kpalimé (950 Schüler, 2006)

- Lieferung einer Röntgenstation für Atakpamé (2006) 

- Installation der Röntgenstation Kpalimé (2010)

- Installation von 7 Solaranlagen (2005-2010)

- Gründung des Sozialfonds im CMS Solidarité (2010)

- Wasserversorgung des Solidarité, Kpalimé (2012) 

- Installation einer Röntgenstation in Tsévié (2012)

- Gründung des Sozialfonds bei den Mutter Theresa Schwestern, Kpalimé (2016)

 

- Unterstützung der Krankenstation in Elavanyo (seit 1997)

- Unterstützung der Krankenstation Agou Njombo (seit 1998)

- Unterstützung des CMS Solidarité, Versorgungszentrum und Labor in Kpalimé (seit 2006)

 

Seit November 2010 gibt es im CMS Solidarité, einem Versorgungszentrum im ärmsten Viertel Kpalimés, einen Sozialfonds. Ziel dieses Fonds ist es, die Untersuchung und Behandlung aller Menschen, die das Zentrum aufsuchen, zu gewährleisten. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.