Wasserversorgung und Infrastruktur

Sauberes Wasser ist in Togo keine Selbstverständlichkeit und nur teuer in abgefüllter Form  erhältlich. Wasser aus Wasserlöchern, stehenden oder fließenden Gewässern sind die beste Voraussetzung für die Verbreitung von Infektionen und Krankheiten und stellen damit keine Alternative dar.

                               

Einen Wasseranschluss haben insbesondere auf dem Land nur die wenigsten. Jeden Tag müssen daher große Strecken zur nächsten Wasserstelle zurückgelegt werden.

Der Verein HILFE FÜR TOGO überstützt daher seit Jahren den Bau von Brunnen, Wasserleitungen und Zisternen. Neben unserer jüngsten Brunnenbohrung in Akata haben wir bereits in den Dörfern Lac Ponou und Tomekbe Brunnen gebohrt, die Wasserversorgung für die Dörfer Kuma Bala, Apoti, Apeyeme und Sodo II gesichert, sowie Regenwasserzisternen in fünf weiteren Dörfern gebaut.

 

Das Dorf Bawé auf dem Plateau de Danji war bis 1998 nur über einen schmalen Pfad zu erreichen. Die vielen landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Kaffee, Maniok, Holzkohle etc. mussten von Frauen mühsam 7 km (und 200 Höhenmeter) bis zur nächsten Straße getragen werden. Dabei musste auch ein Fluss überquert werden. Der Verein Hilfe für Togo unterstütze den Bau einer Piste unter Bereitstellung von Werkzeugen und Verpflegung der Arbeiter. Über 9 Monate dauerten die Straßenbauarbeiten an, bis schließlich die 7 km lange Piste mit Brücke eingeweiht werden konnte. Heute können große LKWs das Dorf erreichen und die hier produzierten Güter für den Markt abholen.

Im Jahr 2009 finanzierte der Verein den Bau einer Piste nach Itobole, einem bisher kaum zugänglichen Dorf in der Nähe der ghanaischen Grenze.